Was tut eine Apothekerin?

Das PTAchen hat ja immer mal wieder ihren Arbeitsalltag beschrieben Jetzt fragt sich ja vielleicht der ein oder andere: wie unterscheidet sich der von meinem als Apothekerin? 

Zuerst einmal hängt es natürlich davon ab in welcher Apotheke ich als was arbeite. Als ich noch meine (Chef)Vertretungen gemacht habe, da kam ich ja zeitweise in eine Apotheke ohne einen besonderen Aufgabenbereich zu haben. Viele Chefaufgaben konnte ich nicht übernehmen (wie Personalentscheidungen, Einkauf, Verhandlungen mit Großhändlern), für andere hätte ich zu lange eingearbeitet werden müssen. Deswegen war meine Aufgabe für mich immer ganz klar: ich bin vorne im HV – das heißt Handverkauf, also ganz simpel ich habe die Kunden bedient. Wenn Besonderheiten waren, die Kenntnis der aktuellen Lieferverträge des entsprechenden Bundeslandes erforderten, dann habe ich das an das Stammpersonal abgegeben, die sich damit besser auskannten. Aber ansonsten habe ich versucht jeden Kunden zu bedienen um so dem normalen Personal Zeit für ihre Aufgaben zu geben. Ansonsten habe ich auch Ware weggeräumt oder Verfalldaten kontrolliert, was den Angestellten so einfiel um mich zu beschäftigen. Gab es wirklich nichts zu tun, dann habe ich i.d.R. gestrickt oder gelesen, bis wieder ein Kunde kam.

Jetzt bin ich fest angestellt und lese zwar noch ab und zu in den Fachzeitschriften, wenn nichts los ist, aber ich habe meine Aufgaben, die ich erledigen muß. Dazu zählt z.B. die BTM-Dokumentation. Es ist meine Aufgabe monatlich die Bestände zu überprüfen, die Kartei zu führen und wenn nötig die BTMs zu vernichten, die verfallen sind. Der Bereich Ernährungsberatung ist auch „meins“. Da sorge ich dafür, daß die Artikel, die wir von LliD da haben immer vorrätig sind, mache die Bestellung dafür und suche nach neuen Angeboten  oder Aktionen. Rezeptkontrolle ist ebenso eine tägliche Aufgabe, die ich mir allerdings mit meiner approbierten Kollegin teile, da ist jede gleich verantwortlich. Wir sind auch zu dritt für die Inkontinenzversorgung und die Pflegehilfsmittel zuständig. Wenn also ein Kunde mit einem Rezept über Slipeinlagen kommt, dann wird der an mich (oder die beiden Kolleginnen) verwiesen. Wenn es Sonderfragen zu pflanzlichen Arzneimittel gibt, bin ich meistens die Ansprechpartnerin an die diese Fragen dann weitergeleitet werden.

As ich gar nicht mache sind Rezepturen – würde ich mir auch gar nicht mehr zutrauen. Die letzte Salbe, die ich gerührt habe ist sicher schon zehn Jahre her. Das können unser PTAs viel besser. Dafür mache ich Notdienste, die PTAs nicht machen müssen/dürfen. Aber mir wird auch so nie langweilig. Ich sagte ja, es ist ein unglaublich abwechslungsreicher Beruf, der immer wieder viel Spaß macht.

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Ein Gedanke zu “Was tut eine Apothekerin?

  1. Salbe gerührt habe ich erst Di wieder, weil ich mangels Stimme um Backoffice-Arbeiten gebeten hatte – und hab mal wieder gemerkt, dass es dafür nicht nur theoretisches Wissen braucht, es ist auch ein Handwerk! Es ging noch…

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