Kundentypen: Der Schnorrer

Der Schnorrrer ist eng verwand mit dem Sparbrötchen und Schnäppchenjäger. Jedes Geschäft kennt (und liebt) sie. Er (es gibt sie selbstverständlich auch in der weiblichen Version!) sammelt mit Eifer alle Schnipsel, die irgendwo in (kostenlosen) Zeitungen eine Gratisprobe versprechen. Und kommt dann gerne mit drei oder vier dieser Abschnitte um die versprochene Gratispackung Bonbons oder Pflaster abzuholen. Wenn man irgendwelche Pröbchen frei herumliegen läßt, wird er sich garantiert mehr oder minder ungeniert daran bedienen. Die weiblichen Vertreter dieser Spezies fragen immer nach Kosmetikproben. Je teurer – je lieber. Das sind die, die immer nach Proben von Augencremes oder dem sündhaft teuren Regenerationsserum fragen. Es gibt aber auch die, die nur irgendetwas haben wollen. Hier erlaube ich mir bisweilen den Spaß, sie dann genauer zu fragen, wofür sie denn die Probe brauchen: „Damit ich ihnen auch das Richige geben kann.“ oder sie bekommen halt die Proben die eh weg müssen. Die Schnorrer, die auch gleichzeitig noch Schnäppchenjäger sind, sind es dann auch, die schon mal so Dinger bringen wie: „Ich habe gestern etwas für sechs Euro gekauft und heute auch noch mal, dann bekomme ich doch einen Rabattpunkt.“ Sehr lieben tue ich auch die Punktesammler, die alles mit Kreditkarte zahlen wollen, weil sie dann Flugmeilen sammeln. Wir nehmen bei uns keine Kreditkarten, weil das Disagio einfach viel zu hoch ist. Die Gebühren, die bei Zahlung mit EC-Karte anfallen reichen schon. Wenn ich bei Zahlung eines teuren Medikaments für 500,-€ mit Kreditkarte dann auch noch 2-3% Disagio habe, dann gehen mit nochmal 10- 15,- € flöten. Bei einem Medikament das 500,-€ kostet habe ich aber grade mal 20,-€ Rohgewinn!

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3 Gedanken zu “Kundentypen: Der Schnorrer

  1. 🙂 Die Kosmetikprobenschnorrer liebe ich auch heiß und innig. Dann gibt es im Zweifelsfall auch mal die Probe für unreine Haut für eine ältere Dame mit faltiger Haut. 😉 Sie wollte ja nur eine Probe (egal welche) und das war die, die ich da habe. 😉
    Wobei ich auch diejenigen mag, die für ihren Urlaub eine Probe wollen. Sonst sehe ich diese Leute nie, aber sobald es wieder an die Urlaubszeit geht kommen sie aus ihren Löchern gekrochen und fragen nach Proben, da die doch so viel praktischer sind.

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  2. Ich habe mir angewöhnt, die ungefragt eingepackten Müsterchen vor Ort rasch auszusortieren und nicht Benötigtes freundlich und höflich zurückzugeben. Warum soll ich wegwerfen, was andere vielleicht haben möchten?
    Hingegen habe ich vor 3 Jahren in einer Apotheke etwa 5 verschieden Müsterchen bekommen, um mein schmerzendes Knie zu behandeln; da wir per Fahrrad unterwegs waren, wollte ich keine grosse Tube auf Verdacht kaufen. Ich habe dann wenigstens was für die Kaffeekasse gegeben, schliesslich wurde ich fast 10 Minuten lang beraten, und das kurz vor Ladenschluss.
    Ich frage aber auch nicht nach Mustern, sondern nach möglichst kleinen Gebinden, die ich durchaus käuflich erwerben möchte.

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