Das Fastenbrechen

Das Fastenbrechen und die anschließenden Aufbautage sind wohl die wichtigste Teile des Fasten. Wir sollten es genießen wieder etwas essen zu dürfen und die folgenden Tage vielleicht sogar nutzen, um eine Ernährungsumstellung einzuleiten. Deshalb essen Sie langsam und in Ruhe! Jeder Bissen muß gut gekaut werden, idealerweise bis er zu einem Brei geworden ist. Während des Fastens hatten unsere Verdauungsorgane Urlaub, die müssen, so wie wir, erst mal wieder in der „Realität“ ankommen. Unsere Magensäfte sind noch nicht soweit die gesamte Arbeit alleine zu übernehmen und auch die Darmtätigkeit liegt noch brach.

Die Hochgefühle der letzten Fastentage werden möglicherweise vergehen. Der Magen und auch der Darm nehmen ihre Arbeit wieder auf. Die Verdauung kostet unseren Körper viel Energie (im „Normalbetrieb“ sind das immerhin ca. 500 kcal, was einem Drittel bis Viertel unseres gesamten Kalorienverbrauchs ausmacht!!). Folglich kann es sein, dass Sie etwas träge seid und sich est wieder an die Zeiten mit vollem Magen gewöhnen müssen. Darum: kleine Portionen und langsam essen!

Wer in den ersten Tagen nach dem Fasten mit dem Essen zu schnell in „Vor-Fasten-Essen“ zurückkehrt, wird dies möglicherweise bereuen. Nicht nur, dass unnötige Pfunde zurückkehren, vielmehr kann es auch unangenehme Konsequenzen, wie Bauchschmerzen oder Übelkeit nach sich ziehen. Alkohol und Zigaretten sind vorerst noch ein Tabu. Besonders fettige und schwer verdauliche Speisen sind definitiv zu vermeiden! Sie haben es jetzt so lange ohne ausgehalten, da kommt es auf weitere drei Tage nicht mehr an. Während des Fastens haben wir in kleinen Mengen Kohlenhydrate zugeführt, über die Säfte oder den Honig. Das bedeutet, daß die Verdauungsorgane die hierfür nötigen Enzyme etc. weiterhin gebildet haben und auf eine sich (langsam!) erhöhende KH-Zufuhr gut reagieren können. Aber sowohl Fett wie Eiweiß gab es so gut wie nicht. Die dafür nötigen Enzyme müssen also vom Körper erst einmal wieder gebildet werden und das geht nicht von Null auf Hundert in fünf Sekunden.

Das Fastenbrechen machen Sie dieses Mal jeder für sich alleine. Der beste Zeitpunkt dafür ist Donnerstag-Vormittag oder Mittag. Klassischerweise wird als erste Mahlzeit nach dem Fasten ein Apfel gegessen. Ich persönlich liebe Karotten, weil ich die i.d.R. noch intensiver kauen kann, als einen Apfel. Wer mit Rohkost so seine Probleme hat, kann auch zu einer Pellkartoffel greifen (die darf man auch gerne mit etwas Kräutersalz würzen!) Setzen Sie sich auch hier an den Tisch, nehmen einen Teller und ein Messer und essen mit Aufmerksamkeit. Sie dürfen wieder kauen – tun Sie es!!!!

Für Abends empfiehlt sich entweder eine Kartoffelsuppe, wenn Sie aber von Suppen genug haben, dann geht auch eine Pellkartoffel mit etwas sauerer Sahne, oder eine Rohkost. Ich liebe Karotten-Apfel-Salat mit ein paar Sonnenblumenkernen garniert. Die Menge bestimmen sie selber – wer satt ist hört auf.

Wichtig in den nächsten Tag ist es, mit reichlich Ballaststoffen den Darm zu füllen, damit auch die normale Verdauung wieder in Gang kommt. Ballaststoffe habe ich in Gemüse, Vollkornprodukten und Obst. Wobei ich die größte Betonung auf Gemüse lege. Es liefert wesentlich mehr an Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralien als Obst bei geringerer Energiedichte (=Kaloriengehalt). Kartoffeln rechne ich hier übrigens zum Gemüse!

 

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