Blasenentzündung

Aus gegebenen Anlaß (ich habe grade eine): Muß man (bzw. Frau) bei einer Blasenentündung immer unbedingt ein Antibiotikum einnehmen?
Neuere Untersuchungen sagen klar nein, vorausgesetzt es handelt sich um eine unkomplizierte Blasenenentzündung ohne Fieber.
Was empfiehlt also die Apothekerin?
Zu allererst nehme ich mal Canephron, und zwar doppelt so hoch dosiert, wie angegeben (3×4), dazu Angocin (3×5) und Imupret (6×25-40 Tropfen), und natürlich trinken, was rein geht. Drei bis vier Liter sind es bei mir dann schon, die ich heute in mich rein geschütttet habe – und ich bin noch nicht fertig.
Das viele Trinken hat auch den Vorteil, daß man nicht nur diesen fiesen Harndrang hat, sondern wenigstens auch immer was rauskommt.
Ach und natürlich darf die Wärmflasche nicht fehlen. Am Besten zwischen die Beine geklemmt und gerne auch ins Bett damit.
Die Beschwerden habe ich jetzt – ohne Antibiotikum – natürlich etwas länger, aber dafür schieße ich mir nicht meine Darmflora tot und riskiere einen Scheidenpilz.

PS: Wenn dann aber nach zwei Tagen die Urinstixs in allen Farben leuchten, führt doch kein Weg am Antibiotikum vorbei.

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6 Gedanken zu “Blasenentzündung

  1. Gute Besserung! Bei meiner ersten Blasenentzündung (so viele habe ich allerdings auch nicht gehabt, nur 3) – habe ich das im Eilzugstempo durchgemacht und trotz Literweise Tee trinken, habe ich innert weniger Stunden eine Nierenbeckenentzündung „gemacht“. Reichlich schmerzhaft. Das ging dann nicht ohne Antibiotikum.

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  2. Ich bin ja ein Fan von Bärentraubenblätter-Präparaten…wobei die streng genommen ja auch als Antibiotikum gezählt werden könnten.
    Aber die dann 3x tgl. über 3 Tage, dazu trinken ohne Ende und Wärmflasche.
    Und klar, auf Red flags achten (Fieber, Blut).
    Neulich hatte ich eine Kundin, die keine 5 Minuten ohne Toilette konnte (hatte eine Freundin geschickt). Und dann wohl auch nicht einhalten konnte…daher Autofahrt zum Arzt nicht möglich. Die wurde dann tatsächlich mal vom Bereitschaftsarzt besucht und bekam ein Antibiotikum. Ein Moment, wo ich das gerne ohne Arzt abgegeben hätte.

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  3. Trinken bei einer Blasenentzündung ist wichtig und richtig, aber bitte nicht versuchen die 10 Liter zu knacken. Es kommt immer mal wieder vor (schon selten, aber doch häufiger als man allgemein annehmen möchte), dass nach der Empfehlung viel zu trinken Leute mit einer Hyponatriäme und Verwirrtheit in der Notaufnahme landen.

    Gute Besserung!

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