Ballaststoffe – nur Ballast?

Natürlich nicht – wenn ich schon so frage!
Aber WIE wichtig Ballststoffe sind, stellen wir erst so langsam fest.
Jeder weiß, daß Ballststoffe wichtig für eine geregelte und gute Verdauung. Auch daß sie Gallensäuren binden können und durch eine vermehrte Ausscheidung von Gallensäuren und daraus folgend eine verstärkte Neubildung den Cholesterinspiegel senken können, wird sogar inzwischen therapeutisch genutzt.
Aber habt ihr schon mal gehört, daß Ballaststoffe Demenz und vielleicht sogar Alzheimer vorbeugen könnten?
Es sind hier natürlich nicht die Ballststoffe alleine, die das machen. Es geht über bestimmte Darmbakterien, die Ballststoffe futtern und kurzkettige Fettsäuren daraus machen. Butyrat ist eine davon. Und Butyrat wiederum ist Futter für unsere Darmepitelzellen und befähigt diese die sogenannten „tight junctions“ zu bilden. Diese „tight junctions“ halten die Epitelzellen fest zusammen und verhindern einen unkontrollierten Einstrom von allem möglichen aus dem Darmlumen in den Blutkreislauf. Wenn diese tight junctions nicht richtig funktionieren haben wir das Krankheitsbild des sogenannten „leaky gut“.
Was hat das jetzt mit Demenz zu tun?
Diese tight junctions gibt es auch im Hirn und das Butyrat, das von den guten Darmbakterien gebildet wird, wird auch über das Blut ins Hirn transportiert und tut dort das selbe wie im Darm. Es dichtet die Blut-HirnSchranke ab.
Also denkt bei der nächsten Möhre, die ihr knabbert daran, daß ihr eben auch Demenzvorsorge treibt!

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