Warum muß ich erst unhöflich werden?

Das ist die Frage, die ich mir heute stellen mußte, als ich auf dem Heimweg war. Mich rief nämlich mein Telefonprovider V******ne auf dem Selben an und wollte mich bequatschen, einen neuen Vertrag abzuschließen. Ich habe einen Vertrag von meiner Schwägern geerbt, der nur utopisch ist, wir zahlen zu zweit über hundert Euro im Monat und nutzen sicher nur einen Bruchteil des Angebots.Aber was soll´s, es hatte damals gute Gründe für diese Übernahme gegeben. Und ich habe den Vertrag zum nächst möglichen Zeitpunkt gekündigt.  Jetzt muß ich mir – spätestens Mitte Juli – etwas Neues suchen.
Aber ich mache grundsätzlich keine Verträge am Telefon, ganz besonders nicht mit V*******e, da sie mir immer das Blaue vom Himmel versprechen und wenn ich dann frage, ob ich das nicht erst einmal schriftlich haben könnte um es mir in Ruhe durchzulesen, dann geht das nicht. Tja, dann geht es für mich schon gar nicht.
Das habe ich also dem (noch) netten Herrn am Telefon erklärt, was er so gar nicht fassen wollte. Aber selbstverständlich könnte ich das ganze dann nach Abschluß per Email bekommen! Ich hätte es nur gerne vorher. Ich blieb also dabei, daß ich es vorzöge in den V*******e-Shop zu gehen und da würde ich doch sicher genau so ein gutes Angebot bekommen.
Aber nein, scheinbar gibt es dort nur die Angebote für Neukunden und die guten Angebote für die treuen (sprich zu-doof/bequem-zu-wechseln) Kunden gibt es nur am Telefon. Und ob ich denn wirklich lieber mehr Geld ausgeben würde – immerhin räumte er ein, daß es mein Geld sei, daß ich da verschwende – und ab da nahm das Gespräch eine deutlich unerfreuliche Wendung. Und ich würde unhöflich, was ich nicht gerne bin. Was mir den ganzen Feierabend versaut hat, denn der Tag an sich war heute recht nett.
Und das allerblödste dabei : ich habe imernoch keine Ahnung, welchen neuen Handyvertrag ich machen soll! Telefongesellschaften bieten Confiusopology at it´s best. Und das hat schon der Autor von Dilbert vor fünfzehn Jahren geschrieben.

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7 Gedanken zu “Warum muß ich erst unhöflich werden?

  1. Muss es überhaupt ein Vertrag sein?

    Wer nicht intensiv mobil kommuniziert, mag mit Prepaid-Paketen gut bedient sein – zum Beispiel von Vodafone: für 10,- € im Monat gibt es eine Flatrate für das Vodafone-Netz, 200 Freieinheiten (Gesprächsminuten oder SMS) und 1 GB Internetvolumen. Das sind immerhin rund 3 Stunden Gesprächszeit im Monat; für „ab und an mal“ unterwegs etwas besprechen reicht das mehr als aus. (Wer hingegen gerne täglich eine halbe oder ganz Stunde von unterwegs plauscht, wird damit nicht glücklich.)

    Man sollte daher zunächst das eigene Nutzungsverhalten grob abschätzen; dann kann man vergleichen (und dabei berücksichtigen, dass Vodafone und Telekom idR. spürbar teurer sind als O2 und früher E-Plus, aber m.E. die besseren Netze haben). Man wird dabei feststellen, dass die Anbieter und Reseller sich gar nicht sooo groß unterscheiden.

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  2. Ok, es ist verwirrend, aber auch nicht so schwer. Schritt 1: Aufschreiben was man macht und welche Leistung man braucht. Schritt 2: Angebote vergleichen.
    Mein Telefon kann mit zwei Simkarten umgehen, so das ich einen Prepaidvertrag für die Telefonie (kostet dann ein bischen mehr für die Minute, das ist aber egal) und einen günstigen Datenvertrag für den Rest (3GB für 6,99 LTE) habe. Passt.

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  3. Ich kann nur von O2 abraten, da wird bei mir auch noch zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Kündigung rausgehen. Deren Geschäftsgebahren geht meiner Meinung nach gar nicht. Bei mir war es folgendermaßen:

    Ich habe einen relativ günstigen Tarif (10Euro) mit 200MB Datenvolumen gebucht, den ich aber im Normalfall nicht mal annähernd ausreize. Alles was über 200MB hinausgeht wird laut abgeschlossenem Vertrag gedrosselt, was für mich auch in Ordnung ist. Das ist der Vertrag den ich abgeschlossen habe, und das ist der Vertrag den ich wollte.

    Jetzt hat O2 irgendwann das Datenvolumen auf 300MB hochgesetzt. Habe ich auf der Rechnung gesehen, war allerdings kostenlos und auch wenn ich es nicht brauchte, hat es mich nicht gestört. Dummerweise habe ich das Kleingedruckte auf der Rechnung nicht gelesen, dass die 100MB extra nur die ersten 6 Monate kostenlos sind. Danach zahlte ich plötzlich 15 Euro für einen Vertrag den ich so nie abgeschlossen hatte, den ich nie bestätigt habe, wo ich nur nicht widersprochen habe, weil ich nicht aufgepasst habe. Schon mal ein ziemliches No-Go, wo man vermutlich rechtlich gegen vorgehen könnte, was ich in dem Fall jetzt aber nicht gemacht habe, wegen den 5Euro.

    Als ich es gemerkt habe, habe ich die Option natürlich gleich gekündigt (konnte man zumindest direkt machen, ohne irgendwelche Vertragslaufzeiten). Beim Kündigen haben Sie dann aber die nächsten Vertragsbedingungen heimlich geändert. Nun hatte ich wieder 200MB Datenvolumen, aber jetzt werden bei Überschreitung des Volumens automatisch kostenpflichtig 100MB Datenpakete für je 5Euro dazugebucht, was ich definitiv auch nicht will und so auch nicht bestellt hatte.

    Jetzt habe ich halt meinem Handy beigebracht, ab 150 MB das Internet zu kappen und werde den Vertrag kündigen und sicher nie mehr zu O2 wechseln.

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  4. Wie schon die Vorgänger geschrieben haben: Im Konto des alten Vertrages nachschauen, was man denn über das letzte halbe Jahr verbraucht hat. Und dann ein passendes Angebot aussuchen. Es gibt auch Abo-Angebote für Prepaid-Karten mit automatisierter Nachbuchung vom Konto (sprich: ist also eigentlich alles wie beim Vertrag). Mit O2 habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht (Kraven aber offensichtlich nicht), Vodafone war schrecklich, E-Plus-Pre-Paid-Tarife haben auch gut funktioniert (Aldi-Talk).

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