Korrekte Bezeichnung

Als Apothekerin bin ich ja manchmal so ein bisschen obergenau – das ist quasi eine Berufskrankheit. 

Als ich jetzt also im Rahmen eines Seminars, bei dem ich einen Workshop anbieten werde, für das Programm gefragt wurde, oben ok wäre mich als Pharmazeutin vorzustellen, war meine erste Antwort: Nein, ich bin Apothekerin, nicht „nur“ Pharmazeutin. 

Was ist IMHO denn da der Unterschied? Pharmazeutin wäre meines Erachtens jemand, die zwar Pharmazie studiert hat, aber einen akademischen Abschluss gemacht (Doktorarbeit, Bachelor, Master oder Diplom) aber eben keine Approbation hat. Und dann darf sie eben so in der Apotheke nicht als Apothekerin arbeiten. Sie zählt nicht einmal zum pharmazeutischen Personal, da sie auch keine PTA oder Vorexaminierte oder gar Pharmazie Ingenieurin. Deswegen ist es wirklich dämlich wenn jemand das dritte Staatsexamen nicht besteht. Der muss in die Industrie gehen und hat nie die Apotheke als Rückfall Option. Außer sie macht noch die Ausbildung als PTA….

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Wie schade!

Vor zwei Jahren hatte ich ja bei Bionorica den „Phyto-Apotheker“ Kurs besucht und letztes Jahr gab es dann einen Alumni-Treffen mit einem weiteren Seminar. Ich freute mich schon darauf, dieses Jahr wieder da hin zu gehen, jetzt fällt das aus!  Ewig schade.

Vorzeichenfehler?

Mein erster Kunde heute kommt mit einem Beipackzettel zu mir und erklärt, daß seine Frau schon seit ein paar Tagen Durchfall hätte und der Arzt ihr Agiolax verordnet hätte. Das hat sie nun brav zwei Tage genommen, aber es wurde eher schlechter. Und jetzt hätte er im Beipackzettel gelesen, daß Agiolax ja gegen Verstopfung wäre.
Tja, das ist nun ein echter Fehler vom Doc, in Agiolax sind zwar hauptsächlich Folhsamenschalen, die bei Durchfall gut helfen, aber es sind auch Sennesfrüchte drin und DIE sind ein ziemlich starkes Abfühmittel.
Sollte hier jetzt Böses Böses vertreiben – also ein homöopathischer Heilansatz vielleicht?
MEin Mann meinte: in der Mathematik nennt man so etwas einen Vorzeichenfehler….

Taschen-Apotheke

Der Ausdruck gewinnt einen neue Bedeutung, wenn man hört, daß der Kunde die homöopathischen Tropfen gegen den Heuschnupfen nur in der Hosentasche mit sich tragen soll. Und auch nur, wenn es ganz schlimm ist…

Das hat die Heilpraktikerin per Kinesiologie herausgefunden.

Wie stolz waren doch die Philosophen im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, daß wir jetzt in einer aufgeklärten Zeit leben und selber denken….

Man kann ja gut 3/4 aller Apotheken schließen…

…ohne jede Auswirkung. So der Kommentar zu PTAches Blogeintrag zum Apothekensterben – diese Kommentare zeigen mir immer wieder, wie wenig Ahnung die meinsten von unserem „Markt“ haben. Ganz zu schweigen von dem Fakt, daß wir jetzt schon eine geringere Apothekedichte als die Mehrzahl aller anderen EU-Staaten.
Es gibt einfach ein paar Vorurteile, die echt schwer totzukriegen sind. Ich will mal versuchen sie zu sammeln und zu erklären was daran so falsch dran ist. Weiterlesen

Absage an einen Schnorrer

Wir haben einen Beratungsschnorrer, der uns immer per Email Fragen stellt zu Medikamenten, die er aber nie bei uns gekauft hat. Jetzt ist uns endgültig der Kragen geplatzt und wir haben eine höfliche Antwort mit „Jetzt reicht`s – er darf gerne persönlich bei uns erscheinen und die Medikamente dann auch bei uns mitnehmen, aber Beratung per Email gibt es nicht mehr.“ geschrieben.
Ich bin ja mal gespannt, ob wir je wieder von ihm hören…..

Kapieren sie es langsam?

Da bringt doch das ZDF-Mittagsmagazin tatasächlich einen Beitrag zum Apothekensterben, der nicht nur sachlich richtig ist, sondern auch positive Stimmen zu den Apotheken und ihrer Beratung zuläßt.
Der Kollege, der dabei zu Wort kommt – ein ehemaliger Kommilitone von mir, wie lustig – kann die Botschaft, daß wir seit Einführung der neuen AMPV komplett von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt sind, gut rüber brigen. Weiterlesen