Danke für das Vertrauen…

Anruf in der Apotheke: Ich habe meinem Mann gestern Engystol gespritzt, da hatte er 39,3 Grad Fieber, heute morgen hat er 41,1 – was soll ich tun?
Ich: RUFEN SIE DEN NOTARZT!
Ich bin ja echt gerührt, daß die Frau erst bei uns anruft, weil wir für sie eben kompetente Fachfrauen darstellen, aber bei so hohem Fieber?
Ich bezweifle, daß es da mit einem simplen Paracetamol, Ibu oder Wadenwickeln getan ist…..

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Sei kein Gaffer

Wer kennt sie nicht, die Verkehrsnachrichten, in denen nach der Meldung über einen schweren Unfall auf der AX von A nach B die nächste Meldung über einen Stau auf der Gegenfahrbahn kommt: wegen Gaffer.
Hier ist ein Link zu einem tollen Kurzfilm der Feuerwehr zu diesem Thema.
Helft – ruft Hilfe – oder geht weiter. Gaffen ist widerlich – verständlich, aber trotzdem widerlich.

Das war‘s

Der letzte Arbeitstag dieses Jahr. Ein gemütliches Frühstück, überschaubar viele Kunden und zum Abschluss ein Glas Sekt für jeden. Mit Beweisfotos für die Kolleginnen.

Natürlich waren heute noch ein paar Anfragen im Sinne „ich reiche das Rezept doch am XY nach!“, „warten Sie auf mich, ich komme dann noch so um viertel nach eins“ etc. Aber im Prinzip war es ein ganz normaler Samstag.

Nachlese Notdienst

Kundenzahl: über 180
Telefongespräche: mindestens eben soviele
Hingelegt: um 12 Uhr
Morgens geweckt: um 6 Uhr
Stunden ununterbrochener Schlaf: 3,5
Letzer Kunde: um 8:26 (und ich hatte die Medis sogar noch da!)
Pille danach: null
Anfrage verschreibungspflichtige AM ohne Rezept: drei – abgelehnt, mußten Rezept holen, zwei davon haben das getan
Anfrage nach einer Milchpumpe: eine, leider keiner mehr da gehabt
Babynahrung: einmal
Absolut nicht belieferbare Rezepte: zwei – dafür konnte ich, mit Ware aus der Filiale, die mein Chef brachte, noch zehn Kunden versorgen
Telefonate mit anderer diensthabenden Apotheke: vier (lustigerweise ist das ein ehemaliger Chef von mir, der fragt immer sehr freundlich wie es mir so geht. Und ich habe es bei den Telefonaten i.d.R. eilig, wweil ja ein Kunde wartet. Gestern hatte ich dann sogar mal eine alte Kollegin dran. Die haben dort offensichtlich zu zweit den Dienst gemacht.)
Telefonate mit der Notfallpraxis: vier – alle hilfreich und nett!

Fazit: es war stressig, aber alle Kunden waren nett und haben sich sogar bedankt, daß ich da bin. Nur ein einziger hat rumgestänkert, weil er für einen zehner Pack Insulinspritzen 7,50€ zahlen mußte. Ich habe sogar sicher insgesamt fünfzehn Euro Trinkgeld bekommen. 🙂

live aus dem Notdienst

8:24 Ankommen in der Apotheke, Tee kochen, Kassen einrichten, Licht anmachen und die Telefone auf „Dienst“ stellen. Klingt erstmal gemütlich – das gibt sich schnell!

8:43 Der erste Kunde mit einem Rezept über ein Antibiotikumssaft für’s Kind. Natürlich gleich mal in einer Dosierung, die wir nicht vorrätig haben. Aber was soll’s, ich kann rechnen, und gebe einen doppelt so stark dosierten ab, der dann eben nur in der halben Dosierung wie von Doktor verordnet gegeben wird. Zum Glück ist der Vater intelligent und kapiert gleich, was Sache ist. Weiterlesen